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11 mars 2008

« Frauen, der Kampf geht weiter! »

 

        8 März. Internationaler Frauentag. Zu dieser Gelegenheit veröffentlicht « Die Zeit » einen großen Artikel über die Unterschiede zwischen den Löhnen von Frauen und Männern. Der Titel spricht für sich : « Die Hausfrau im Kopf ». « Im Durchschnitt bekommen die Frauen in Deutschland für die gleiche Arbeit  rund 25% weniger Geld als Männer.» Und dieser Abstand « hat sich in den vergangen 30 Jahren kaum verringert », erklärt die Wochenzeitung, die viele Beispiele gibt. Auf diese Weise verdient ein Konditor 2440 Euro pro Monat, wogegen eine Konditorin nur 1745 Euro erhält. Ein Buchhalter bekommt 4123 Euro, eine Buchhalterin 3052. Am meisten empören die Löhne in den Luftverkehrsberufen, wo die Männer 3098 Euro mehr verdienen als die Frauen.

        Diese Differenz gibt es oft schon seit der Einstellung, obwohl die Frauen bessere Studienabschlüsse machen. Denn im Kopf von vielen Männern (und wie in Frankreich besetzen sie die wichtigsten Stellen in Firmen und Ämtern) ist eine Bewerberin eine potenzielle künftige Mutter, die regelmäßig wegen ihrer kranken Kinder abwesend sein wird. Und die erste Rolle einer Frau ist, sich um Kinder und Haushalt zu kümmern, während der Mann die Familie ernährt. Unter diesen Bedingungen « wird einer Frau immer ein niedrigeres Gehalt angeboten als einem Mann, denn sie ist in seinen Augen ja nur die Zuverdienerin ». Trotzdem sind knapp 70% der Frauen erwerbstätig.

        Mit einem solchen traditionalistischen Bild der Frauen « ist die Debatte um Mindestlöhne größenteils eine Debatte um Frauenlöhne », denkt die « Zeit ».

 

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        Allerdings könnte es die Bevölkerungspyramide umstrukturieren und den Arbeitermangel entgegenwirken die Rollen in der Familie neu zu definieren. Die deutsche Regierung ergreift Maßnahme, um den Frauen zu helfen, Beruf und Familie zu vereinbaren. Seit 2007 bekommen die Eltern, die einen Elternurlaub nehmen, bis zu 1800 Euro ihres letzten Lohns. Die Dauer des Elternurlaubs beträgt 12 Monate, wenn ein einziger Elternteil ihn nimmt, und 14 Monate, wenn beide Eltern ihn teilen. In einem Jahr haben fast 10% der Väter diesen Urlaub genommen. Für Ursula von der Leyen, Familienministerin und 7-facher Mutter, ist es ein ermutigendes Ergebnis. Sie sieht vor, 4 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, um diesen Urlaub zu unterstützen.

        Die Regierung denkt auch über den Krippnbau und eine längere Schulzeit nach. Frankreich ist ein Vorbild für beide Bereiche. Momentan können nicht viele deutsche Frauen in Vollzeit arbeiten, weil es zu schwer ist, eine gute ganztätige Betreuung für die Kinder zu finden.

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