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21 mars 2008

JR , von Mauer zu Mauer

 

Sie sind immer da. Sie werden bei dem Regen abgenutzt. Aber ihr Lächeln ist das gleiche. Die gewaltigen lachenden Gesichter, die seit September 2007 an den Wänden einiger Berliner Gebäude ausgestellt werden, sind ein Kunstwerk von JR, 25 Jahre, anonymer und berühmter Fotograf.
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Er fotografiert unbekannte Modelle und klebt seine Plakate an den Mauern mit oder ohne Erlaubnis. Deswegen zieht er vor, unbekannt zu bleiben, um die Anklage vor dem Gericht zu vermeiden.

JR wurde auf einen Schlag berühmt geworden. Am März 2007. Am Morgen wachten 8 israelische und palästinensische Städte mit sehr grossen Fotos an ihren Häusern auf. Und auch an den zwei Seiten der « Trennungsmauer », die von Israel gebaut wurde. Die drei berühmsteten Gesichter dieser unerlaubten Ausstellung gehören einem islamischen Geistlichen, einem Priester und einem Rabbi. Darum gab es auch viele lustige Gesichter von unbekannten Menschen. Wer kommt aus Israel ? Wer kommt aus den Palästinensergebieten ? Unmöglich zu sagen.

 

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Trennungsmauer, auf der israelischen Seite (Jerusalem)

 

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Trennungsmauer, auf der palästinensischen Seite (Bethleem)

 

Diese friedliche Meldung erregte Aufsehen. Die Ausstellung, die « Face2Face » heisst, beginnt eine Weltreise : Venedig, Paris, Arles, Amsterdam, Berlin... In dieser Stadt, die lange das Symbol der Trennung der Welt in zwei Teile war, ist der Ort der Ausstellung eindeutig. Die Plakate wurden auf die Gebäude, die an der ehemaligen Mauer entlang standen, geklebt. In dem Checkpoint-Charlie-Bezirk.

In Berlin hat JR einen Rekord verzeichnet : die Fotos messen 40 Meter x 25 Meter. In der Hauptstadt hatte der Künstler keine Schwierigkeit, eine Erlaubnis vom Amt zu bekommen. « Hausbesitzer reißen sich darum, ihre freien Wände zur Verfügung zu stellen », beobachtete der «Berliner Morgenspost» einige Tage vor der Vernissage, am 28.September 2007

 

 

Dann ist der Fotograf nach Afrika geflogen. Für ein neues Projekt : « Die Frauen sind Heldinnen ». Er fotografiert Leiden und Hoffnungen von Frauen, die in Staaten im Krieg leben. Plakate werden schon in Sierra Leone und Liberia ausgestellt. Das Projekt soll jetzt in Indien und Asien durchgeführt werden.

JR benutzt immer die selbe Technik. Er fotografiert mit einer Kamera mit Weitwinkel (28 mm). So muss er sehr in der Nähe von seinem Modell arbeiten. So muss er sein Vertrauen besitzen. Im Gegenteil zu den Fotografen, die mit einer Kleinbild-Kamera für Zeitschriften arbeiten. JR benutzt auch immer Fotos in Schwarz und Weiss, im Gegensatz zu den farben Werbeplakaten.

 

 

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Sierra Leone
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Liberia (Monrovia)

 

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